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EU-Kommunalabwasserrichtlinie: KARL-konform messen – sicher handeln

Zuverlässige Lösungen für verschärfte Grenzwerte bei Stickstoff und Phosphor sowie zur sicheren Eliminierung von schwer abbaubaren Spurenstoffen und Mikroschadstoffen über die vierte Reinigungsstufe.

Kläranlage Drohnenaufnahme (4. Reinigungsstufe)

Was ist die EU-Kommunalabwasserrichtlinie (KARL)?

Mit der neuen EU-Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) steigen die Anforderungen an Betreiber kommunaler Kläranlagen, Anlagenbauer und Planungsbüros. Die Vorgaben werden angepasst und verschärft – und verlangen präzise Messtechnik, effiziente Prozesse und verlässliche Daten. Alle EU-Mitgliedsstaaten haben sich bis 2027 zur nationalen Umsetzung verpflichtet.
Ein wichtiger Bestandteil: die neuen Grenzwerte für Stickstoff und Phosphor. Hinzu kommt die vierte Reinigungsstufe zur Entfernung von Mikroschadstoffen im Abwasser. Endress+Hauser unterstützt Sie dabei, technische und gesetzliche Herausforderungen souverän zu meistern. Mit passgenauen Systemlösungen, umfassendem Know-how und digital vernetzbaren Messgeräten schaffen wir Sicherheit, Effizienz – und Vertrauen in jeder Messung.

Vorteile

  • Klarer Fokus auf kritische Parameter: Präzise Online-Analytik für zentrale Messwerte im Abwasser – jederzeit abrufbar, jederzeit zuverlässig
  • Sichere Einhaltung mit jeder Messung: Messlösungen, die auf neue Grenzwerte ausgelegt sind – normkonform, kontinuierlich und auditfähig 
  • Einsparungen durch optimierte Prozesssteuerung: Ob Fällmittel, Ozonierung oder Aktivkohle – verlässliche Messdaten helfen, Dosierungen bedarfsgerecht anzupassen
  • Einfachere Handhabung dank digitaler Prozesse: Unsere Netilion-Cloud und Smart Support bieten Fernzugriffsmöglichkeiten auf unsere Messtechnik und unterstützen hierbei die digitale Anpassung ihrer bestehenden Infrastruktur
  • Starke Partnerschaft auf Augenhöhe: Von der Planung bis zur Inbetriebnahme: Wir begleiten Sie durch jede Phase der Umrüstung unter Berücksichtigung der Abwasserrichtlinie – mit System und Verantwortung 
Vierte Reinigungsstufe

Die vierte Reinigungsstufe: Spurenstoffe sicher eliminieren

Im Rahmen der vierten Reinigungsstufe wird die klassische Abwasserbehandlung um neue Verfahren zur Spurenstoffelimination ergänzt. Dazu gehören die Ozonierung im Abwasser oder der Einsatz von Aktivkohle in der Kläranlage. Infolgedessen steigen die Anforderungen an Prozesskontrolle, Dokumentation und Betriebssicherheit. Gleichzeitig bietet die Erweiterung der Kläranlage aber auch Chancen: Mit moderner Messtechnik und Monitoring in der vierten Reinigungsstufe lassen sich Prozesse sicherer steuern, Betriebsmittel gezielter einsetzen und Reinigungsleistungen transparent nachweisen.

Übersicht der vierten Reinigungsstufe auf der Kläranlage Laichingen ©Endress+Hauser
Übersicht der vierten Reinigungsstufe auf der Kläranlage Laichingen

Praxiserfolg: Die vierte Reinigungsstufe auf der Kläranlage Laichingen

In der Kläranlage Laichingen ist die vierte Reinigungsstufe zur Spurenstoffelimination bereits seit 2015 Realität. Die Anlage wurde frühzeitig erweitert, um Mikroschadstoffe im Abwasser gezielt zu reduzieren. Gemeinsam mit Endress+Hauser hat der Betreiber Messlösungen implementiert, die zentrale Prozessparameter kontinuierlich erfassen und eine stabile Prozesskontrolle der Spurenstoffelimination ermöglichen. Verantwortlich dafür sind Sensoren mit Memosens‑Technologie sowie die Liquiline‑Plattform. Sie ermitteln die erforderlichen Messwerte zur optimalen Dosierung von Reinigungsstoffen und zur kontinuierlichen Dokumentation der Reinigungsleistung.

Grenzwerte Stickstoff und Phosphor

Verschärfte Grenzwerte: Stickstoff und Phosphor im Griff

Die EU-Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) bringt deutliche Verschärfungen bei Stickstoff- und Phosphoremissionen mit sich. Für viele Betreiber bedeutet das: bestehende Anlagen müssen technisch und messtechnisch nachgerüstet werden. Die Herausforderung liegt in der Kombination aus regulatorischem Druck, Förderlogik und technischer Komplexität. Mit einem erfahrenen Partner an Ihrer Seite lassen sich diese Anforderungen vorausschauend, effizient und sicher meistern.

Praxiserfolg: Bedarfsgerechte Phosphatdosierung in Colditz

In der Kläranlage Colditz (betrieben durch Veolia Wasser Deutschland) hat Endress+Hauser ein System zur kontinuierlichen Phosphatmessung implementiert – inklusive CA80PH-Analysator, Netilion-Cloud und digitalem Fernzugriff. Die präzise Steuerung der Fällmittel-Dosierung reduziert Betriebskosten, erhöht die Prozesssicherheit und stellt die Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte sicher. Ein Beispiel, wie partnerschaftliche Lösungen in der Praxis wirken – mit messbarem Erfolg.

So hilft Endress+Hauser konkret weiter 

Ob als Kommune, Betreiber oder Ingenieurbüro – jede Zielgruppe hat ihre eigenen Anforderungen, wenn es um die Umsetzung von KARL geht. Wir verstehen die Prozesse aller Beteiligten und liefern nicht nur Geräte, sondern Systeme, die optimal zusammenspielen. So ermöglichen wir sowohl verschärfte Grenzwertkontrollen bei Stickstoff und Phosphor als auch die sichere Entfernung von Mikroschadstoffen. Erfahren Sie jetzt mehr zu unserer Expertise rund um Wasser, Abwasser und Abfall.

Von Ihrer Anforderung zu unserer Lösung 

Haben Sie erste Fragen zu den neuen Anforderungen im Abwasserprozess? Oder planen Sie bereits konkrete Maßnahmen? Wir unterstützen Sie mit fundierter Beratung, passender Messtechnik und erprobten Systemlösungen, damit Sie die Herausforderungen der neuen EU-Kommunalabwasserrichtlinie souverän meistern können. Gemeinsam machen wir Ihre Kläranlage fit für morgen – messbar, effizient und KARL-konform.

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