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Smartes Monitoringsystem für die Trinkwasseraufbereitung

Oberzent vernetzt dezentrale Messstellen via LoRaWAN

Bislang muss der Wassermeister die Hochbehälter und Anlagen einzeln abfahren, um Messwerte regelmäßig abzulesen und die Instrumente zu überprüfen. Durch ein neu installiertes LoRaWAN-Netzwerk und die teilweise Modernisierung der Messtechnik werden die einzelnen Hochbehälter und Anlagen nun in das cloud-basiertes Monitoringsystem Netilion Water Network Insights integriert, sodass der Wassermeister jederzeit alle Informationen auf mobilen Endgeräten und seinem Rechner in der Einsatzzentrale zur Verfügung hat.

Bild des Wasserreservoirs Marbach Copyright by Oberzent
Schaubild Wasseraufbereitung Schöllenbach Copyright by Oberzent

Schaubild Wasseraufbereitung Schöllenbach

Nutzen bei der Wasseraufbereitung und -speicherung

  • Arbeitserleichterung durch zentrale Abfrage

  • Erhöhte Reaktionsfähigkeit durch proaktive Bearbeitung der Störfälle im Wassernetz

  • Zeitersparnis durch Reduzierung der täglichen Routine-Rundgänge

  • Mobiles Arbeiten auf verschiedenen Endgeräten durch web-basierten Service

Flagge Oberzent

Anstatt langer Anfahrtszeiten haben unsere Wassermeister nun mehr Zeit für ihre Kernaufgaben, denn zur Zeit gibt es solche Fachleute auf dem Arbeitsmarkt nicht und die Ressource ist begrenzt.

Christian Kehrer, Bürgermeister Oberzent
Deutschland

Sichere Wasserversorgung hat Priorität

Weil die Zuverlässigkeit der Wasserversorgung in allen 19 Stadtteilen oberste Priorität hat, müssen die vier Wassermeister der Stadt Oberzent sicherstellen, dass die Wasserversorgung jederzeit reibungslos funktioniert. Für die Wasseraufbereitung und -speicherung erheben und verarbeiten sie Informationen über insgesamt 19 dezentral über ein Gebiet von 165 km2 verteilte Einrichtungen der Wasserinfrastruktur. Die Anfahrtszeiten zu den Einrichtungen verschlingen einen großen Teil der Arbeitszeit der Wassermeister – Zeit, in der sie nichts anderes erledigen können.

Effizienzsteigerung durch smarte Technologie

Durch die Installation des cloudbasierten Monitoringsystems Netilion Water Network Insights sind nun alle relevanten Informationen zentral für die Wassermeister verfügbar. So können insgesamt Daten von 35 Durchfluss-, 17 Füllstands-, 7 Druck-Messgeräten und 2 Analysepanels zur Qualitätsüberwachung visualisiert werden. Weil die Mobilfunkabdeckung im Odenwald sehr lückenhaft und instabil ist, war der Aufbau einer drahtlosen und energiearmen Datenübertragung notwendig. Die eingesetzte Lösung ist die Technologie LoRaWAN (Low Power Wide Area Network).

Alles auf einen Blick

Die Wassermeister der Stadt sehen nun alle relevanten Datenpunkte aus ihrer Wasseraufbereitung auf einem cloudbasierten Dashboard. Das von Endress+Hauser entwickelte Dashboard zeigt die verschiedenen Netzwerke und kann von den Wassermeistern über verschiedenste Endgeräte wie Smartphones, Tablets oder Laptops genutzt werden. So kann der tägliche Routinebesuch der Hochbehälter sowie der Wasseraufbereitungsstationen wegfallen und der Tag für die Wassermeister viel effizienter gestaltet werden.

IIoT-Ökosystem Netilion liefert die Grundlage

Endress+Hauser bietet mit dem IIoT-Ökosystem Netilion verschiedene Lösungen für die Smart City an. Oberzent liefert das IIoT-Ökosystem die Datengrundlage für die Erstellung und Programmierung individueller Dashboards, auf denen der ganze Prozess der Wasseraufbereitung und -speicherung dargestellt wird. Dies wird in dem Online-Dienst Netilion Water Network Insights realisiert. Hierin sollen neben dem Monitoring von Wassernetzen auch Optimierungen wie Leckage-Detektion oder Reservoir-Management ermöglicht werden.

Lösungskomponenten

  • Cloudbasiertes Monitoring von 60 dezentralen Sensoren

  • Sicherer Datentransfer durch lokal aufgebautes LoRaWAN-Netzwerk