Suchen Sie nach Key Words, einem Bestell- oder Produktcode oder einer Seriennummer, z. B. „CM442“ oder „Technische Information“
Geben Sie mindestens 2 Zeichen ein, um die Suche zu starten.

Geschäftszahlen: Endress+Hauser zeigt Zuversicht

Firmengruppe behauptet sich trotz Pandemie und startet gut ins Jahr 2021

Endress+Hauser hat das Pandemie-Jahr 2020 gut bewältigt. Trotz rückläufiger Umsätze hielt der Spezialist für Mess- und Automatisierungstechnik die Profitabilität auf hohem Niveau und stärkte seine Finanzkraft. Die Firmengruppe schuf neue Arbeitsplätze und baute das weltweite Vertriebs- und Produktionsnetzwerk aus. CEO Matthias Altendorf sieht das Unternehmen gut ausgerichtet, für unsichere Zeiten ebenso wie für eine wirtschaftliche Erholung.

Starke Währungseinflüsse

Der Umsatz der Gruppe sank 2020 um 2,8 Prozent auf 2,577 Milliarden Euro. Diese Zahl ist allerdings stark durch die Entwicklung der Wechselkurse beeinflusst. „In lokalen Währungen liegen wir über dem Durchschnitt der Branche“, sagte Finanzchef Dr. Luc Schultheiss. Die Ertragskraft von Endress+Hauser litt nicht. Die Umsatzrendite (ROS) blieb unverändert bei 13,1 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern sank um 4,1 Prozent auf 254,9 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote stieg um 1,4 Punkte auf 77,0 Prozent.

Beschäftigung stabil

Die Zahl der Mitarbeitenden wuchs 2020 um 126 auf weltweit 14.454. Praktisch alle Auszubildenden wurden übernommen. Den Anteil der Frauen in Führungspositionen will Endress+Hauser bis 2030 auf rund 30 Prozent steigern – eine Verdoppelung gegenüber heute. Das Unternehmen hatte seinen ökologischen Fußabdruck bereits in den vergangenen Jahren deutlich verkleinert. Im Pandemie-Jahr sank der Kohlendioxid-Ausstoß weiter von 10,1 auf 8,9 Tonnen je Million Euro Umsatz.

Investitionen und Innovation

Endress+Hauser trieb 2020 große Investitionsvorhaben voran. 205,9 Millionen Euro (10,9 Prozent weniger als im Vorjahr) flossen vor allem in die Produktion. 195,1 Millionen Euro gab das Unternehmen für Forschung und Entwicklung aus, 7,6 Prozent des Umsatzes. 276 Erfindungen meldete Endress+Hauser erstmals zum Patent an. Die Innovationskraft der Gruppe ist intakt: 40 Produkte kamen 2020 neu auf den Markt; im laufenden Jahr sollen es 74 sein.

Guter Zusammenhalt

„Die Gesellschafterfamilie ist froh und stolz, dass Endress+Hauser so gut durch dieses schwierige Jahr gekommen ist“, sagte Verwaltungsratspräsident Dr. h.c. Klaus Endress. Das Unternehmen hatte zu Beginn der Pandemie angekündigt, Kurzarbeit möglichst zu vermeiden und keine Mitarbeitenden aufgrund der Krise zu entlassen. Für den Verwaltungsratspräsidenten war dies ein wichtiges Zeichen. „Es war viel Solidarität im Unternehmen spürbar“, betonte Klaus Endress. „Das hat uns in der Krise geholfen.“

Guter Start ins laufende Jahr

2021 möchte Endress+Hauser im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. Das Unternehmen startete mit Schwung ins laufende Jahr. In den ersten drei Monaten lag der Auftragseingang über den eigenen Zielen wie auch über dem noch starken ersten Quartal des Vorjahres. Allerdings belasten die Wechselkurse wiederum den konsolidierten Umsatz. Dazu erwartet das Unternehmen eine niedrigere Profitabilität, da viele Einsparungen des Jahres 2020 einmalig waren.

Kontakt

Downloads